Anbieter heimsen Zusatzmarge ein!

Senkung des Mehrwertsteuersatzes wird den Konsumenten nicht weitergegeben.

Die Wirtschaft wird ab diesem Jahr infolge der Mehrwertsteuersenkung rund 800 Millionen weniger Steuern an den Staat abgeben müssen. Die beiden marktdominierenden Detailhandelsunternehmen Migros und Coop hatten zugesichert, diese Einsparung an ihre Kundschaft weiterzugeben. Die durchgeführten Preisvergleiche der Stiftung für Konsumentenschutz konnten dies bisher nicht bestätigen. Der Konsumentenschutz fordert daher, dass die Detailhandelsunternehmen ihr Versprechen umgehend einlösen und dass alle Anbieter die Preise anpassen.
Weil die Altersvorsorgereform durch das Schweizer Stimmvolk im vergangenen Herbst abgelehnt wurde, gilt seit 2018 ein um 0.3% Prozentpunkte tieferer Mehrwertsteuersatz von neu 7.7 Prozent. Der Steuersatz für Lebensmittel, Bücher oder Güter des täglichen Bedarfs bleibt unverändert bei 2.5 Prozent. Dies bedeutet, dass aufgrund des gesunkenen Mehrwertsteuersatzes jährlich rund 800 Millionen Franken weniger Abgaben an den Staat fliessen werden. Falls nun die Unternehmungen die Preise nicht entsprechend anpassen, bleiben diese 800 Millionen in den Kassen der Unternehmungen statt im Portemonnaie der Konsumentinnen und Konsumenten.
Der Konsumentenschutz schaut hin
Die beiden grossen Detailhändler Coop und Migros hatten Ende 2017 zugesichert, die Steuersenkung an ihre Kundschaft weiterzugeben. Dies würde sich   bei Grossanschaffungen spürbar auswirken. Doch bislang ist nichts geschehen. Stichproben von Preisvergleichen bei diversen Anbietern, die der Konsumentenschutz durchführte, machen deutlich: Nicht eines der aufgelisteten Unternehmen hat bisher seine Preise gegenüber dem Vorjahr gesenkt. Eine Preissenkung von 0.3 Prozentpunkten macht im Einzelfall zwar einen kleinen Betrag aus. Doch es darf nicht sein, dass die enorme Summe von insgesamt jährlich 800 Millionen nicht die Haushaltsbudgets der Konsumentinnen und Konsumenten entlastet.
Vollumfängliche Weitergabe gefordert
Der Stichprobentest des Konsumentenschutzes zeigt, dass es die Wirtschaft mit der Weitergabe der Mehreinnahmen nicht eilig hat und die verdeckte Preiserhöhung stillschweigend einheimst. Der Konsumentenschutz fordert daher von den Detailhandelsunternehmen, umgehend die Preise entsprechend anzupassen Bei teuren Produkten ist die Preissenkung um 0.3 Prozent für Kundinnen und Kunden merk- und im Portemonnaie spürbar. So würde beispielsweise ein Fernseher für 4000 Franken um zwölf Franken und ein Bett für 1400 Franken immer noch um etwas über vier Franken günstiger werden.

Zum Preisvergleich

Stiftung für Konsumentenschutz, Monbijoustrasse 61, Postfach, 3001 Bern
Telefon 031 370 24 24, Fax 031 372 00 27
http://www.konsumentenschutz.ch

 

geld

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