Opera-3 gefährdet die Sicherheit auf Schweizer Strassen.

SFV und FRE verurteilen die Anpassungen bei der 2-Phasen-Ausbildung scharf!

Die Schweiz erhielt im Jahr 2017 den Europäischen Verkehrssicherheitspreis, auf den wir zu
Recht stolz sein dürfen. Er zeigt, dass sich unser Schweizer Verkehrssystem «in die richtige
Richtung bewegt». Zudem stimmt uns auch die soeben neu erschienene Statistik über Verkehrsunfälle
in der Schweiz positiv. Weshalb soll «Opera-3» nun diesen Trend stoppen?

Wiederum ist es uns in der Schweiz gelungen, die Anzahl der verletzten Personen im Strassenverkehr zu
senken. Leider nahm zwar im Gegenzug die Anzahl getöteter Personen leicht zu, die Zahl bewegt sich jedoch
weiter auf einem sehr tiefen Niveau im Vergleich zu früheren Jahren. Dies bedeutet, dass wir offenbar in
unserem Verkehrssystem vieles richtig machen.

Viele Faktoren sind dafür verantwortlich, dass sich die Unfallstatistik derart positiv entwickelt hat. Zum Einen
sind es die sicherer ausgestatteten Fahrzeuge, die neuen Assistenzsysteme und die weiterentwickelten Strassenmöblierungen.
Zum Anderen sind es aber die mindestens ebenso wichtigen «Softfaktoren», die entscheidend
sind für die Tendenz hin zu mehr Sicherheit auf Schweizer Strassen: Die kompetente, fundierte Aus- und
Weiterbildung von Fahrzeuglenkerinnen und -lenkern!

Seit der Einführung des 2-Phasen-Modells in der Ausbildung von Neulenkerinnen und Neulenkern zeigt die Unfallstatistik
permanent eine positive Entwicklung. Ergänzt durch die oben erwähnten Weiterentwicklungen im
Strassenverkehr, hatte die Einführung des 2-Phasen-Modells positive Auswirkungen auf die Unfallentwicklung,
insbesondere wenn man die Unfallzahlen der jungen Neulenker anschaut. Jede verletzte oder getötete Person
verursacht unsagbares Leid und kaum zu beschreibende Auswirkungen auch auf Angehörige und Freunde.
Zudem werden enorme volkswirtschaftliche Kosten produziert, die die Allgemeinheit unter anderem in Form
von Versicherungsprämien zu bezahlen hat.

Also müssen wir doch alles daran setzen, dass unsere Neulenkenden mit einer fundierten Ausbildung auf die
Strasse kommen. In jedem anderen Lebensbereich ist unbestritten, wie sinnvoll und nötig Bildung ist – nur
nicht in der Fahraus- und weiterbildung! Obwohl die Statistiken eine klare Sprache sprechen, ist es
absolut nicht nachvollziehbar, weshalb das erfolgreiche 2-Phasen-Ausbildungsmodell im Rahmen
der «Opera-3»-Revision geopfert werden soll. Eine Revision, die ursprünglich in Zusammenarbeit
mit der Schweizer Fahrlehrerschaft entstand, in der Zwischenzeit jedoch bei vielen guten Ansätzen
zurückkorrigiert wurde. Auch bewährte Praktiken wie eben die 2-Phasen-Ausbildung sollen
nun plötzlich abgeschafft werden.

Soll mit «Opera-3» der positive Effekt der aktuellen Aus- und Weiterbildung von Neulenkenden geschwächt
statt gestärkt werden? Und damit wieder mehr Opfer auf Schweizer Strassen in Kauf genommen werden?
Der Schweizerische Fahrlehrerverband (SFV) und die Fédération romande des écoles de conduite
(FRE) sind klar dagegen und setzen sich engagiert für grösstmögliche Sicherheit auf den Schweizer
Strassen ein.

 

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