STADTRAUM USTER 2035: EIN ATTRAKTIVES UND BELEBTES ZENTRUM ALS ZIEL!

Uster wünscht sich einen attraktiven und belebten Stadtkern. Um dies zu erreichen, müssen auf verschiedenen Ebenen planerische Massnahmen greifen. Im Stadtentwicklungskonzept, das im Rahmen des Projektes «Stadtraum Uster 2035» erarbeitet wird, werden die Grundlagen festgelegt. Neben der inneren Verdichtung steht die Aufwertung der Aussenräume im Vordergrund.

Das Zentrum von Uster verfügt über wenig Raum zum Verweilen und wird nicht wirklich als Zentrum wahrgenommen. Dies sind oft genannte Rückmeldungen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Echoraums, die Ende März 2018 die Planungen im Projekt «Stadtraum Uster 2035» diskutierten (siehe Kasten). Ein Grossteil der Bevölkerung sieht dies ähnlich: In einer öffentlichen Befragung von 2017, die den Auftakt zum Projekt «Stadtraum Uster 2035» bildete, wurde für das Stadtzentrum grosser Verbesserungsbedarf geortet. Die Bevölkerung wünscht sich, dass der Stadtkern attraktiver und belebter wird.

Aus Sicht der Planerinnen und Planer ist zur Verbesserung der Situation im Zentrum dreierlei notwendig: Zum einen ist ein gewisse bauliche Dichte zu schaffen, damit Raum für viele Angebote zur Verfügung steht, was mehr Menschen ins Zentrum lockt. Als Zweites sollen im Zentrum vielfältige urbane Orte mit unterschiedlichen Angeboten und Nutzungen existieren, die sich auch durch einen eigenen Charakter profilieren können. Und drittens ist es notwendig, die Aussenräume aufzuwerten. Die Innenstadt soll künftig mit attraktiven Freiräumen auf Plätzen und Strassen zum Verweilen einladen, so zum Beispiel entlang der Zürichstrasse. Dies bedingt auch eine Verkehrsberuhigung im Zentrum.

Ein Zentrum mit vielfältigen Orten und Nutzungsangeboten

Bei genauerer Betrachtung bietet das Zentrum von Uster vielfältige räumliche Voraussetzungen (siehe Karte): Angrenzend zum eigentlichen Kern des Zentrums zwischen Bankstrasse und Zürichstrasse liegen an der Freiestrasse und in Kirchuster zwei attraktive historische Bereiche. Westlich des Zentrums kann das Zeughausareal zu einer kulturellen Begegnungsstätte heranwachsen. Weiter südlich, immer noch in kurzer Gehdistanz, liegen mit dem Stadtpark, dem zukünftigen Park am Aabach sowie den Freiflächen in der Hinterwies (Heusser-Staub-Wiese) grosszügige Grünräume. Alle diese Orte gilt es in ihren Nutzungsmöglichkeiten und in ihrem Charakter räumlich zu profilieren. Gleichzeitig müssen die Freiflächen besser vernetzt werden, damit sich die Bevölkerung bequem zu Fuss oder auf dem Velo zwischen diesen Bereichen hin und her bewegen kann.

Langfristig wird das Zentrum nach Norden wachsen

Längerfristig muss das Stadtzentrum grossräumiger gedacht werden. Wenn die Nachfrage nach Angeboten mit dem Wachstum der Stadt über die Jahre zunimmt, kann es dereinst sinnvoll sein, das Quartier unmittelbar nördlich der Bahngeleise als regionales Dienstleistungszentrum zu entwickeln. Bei 35 000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist das Bedürfnis heute aber noch zu klein, um eine solches Projekt bereits jetzt erfolgreich anzustossen. Die planerischen Voraussetzungen sind im Stadtentwicklungskonzept jedoch mitzudenken.

Im Zusammenhang mit einer besseren Anbindung der Quartiere nördlich der Geleise ans Zentrum wird immer wieder eine grosszügigere Bahnunterführung für Fussgänger und Velofahrer gefordert. Auf Grund der Komplexität und der hohen Kosten lässt sich ein solches Projekt kurzfristig nicht umsetzen. Im Rahmen des Stadtentwicklungskonzeptes sind Ideen wie diese dennoch unbedingt zu berücksichtigen.

Der aktuelle Stand der Planungen im Projekt «Stadtraum Uster 2035»

Bis 2019 erstellt Uster ein Stadtentwicklungskonzept, in dem die Grundlagen der baulichen Entwicklung für die nächsten zwei Jahrzehnte festgelegt werden. Beauftragte Planungsbüros haben strategische Ansätze für die Themen «Verkehr», «Wohnen und Arbeiten», «Zentrum» und «Freiraum» erarbeitet. In sogenannten Echoräumen, dem Begleitgremium des Projektes mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Parlament und aus Interessenorganisationen, wurden diese Ansätze intensiv diskutiert. Basierend auf diesen Diskussionen wird bis Ende 2018 ein Entwurf des Stadtentwicklungskonzepts verfasst.

Der vorliegende Beitrag fasst die bisherigen Resultate zum Thema «Zentrum» zusammen. Ein Beitrag zum Thema «Verkehr» wurde bereits publiziert. Die strategischen Ansätze zu den anderen Themen werden in kommenden Beiträgen erläutert. Auf dem Webportal der Stadt www.uster.ch ist ein Dossier mit ausführlichen Informationen zum Projekt «Stadtraum Uster 2035» eingerichtet.

 

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