STADTRAUM USTER 2035: KONZEPT FÜR EINEN LEISTUNGSFÄHIGEN STADTVERKEHR.

STADTRAUM USTER 2035: KONZEPT FÜR EINEN LEISTUNGSFÄHIGEN STADTVERKEHR

Die Stadt Uster will die Leistungsfähigkeit des Stadtverkehrs verbessern. Dazu erarbeitet sie zurzeit ein Gesamtverkehrskonzept. Die Massnahmen sind vielfältig: Velo- und Fusswege werden aufgewertet, im Stadtzentrum und in den Ortskernen wird der Strassenraum den räumlichen Bedürfnissen angepasst und das Zentrum erhält eine grossflächige Begegnungszone.

Die Stadt Uster verzeichnet innerorts überdurchschnittlich viele Autofahrten. Oft sind die Verkehrsknoten überlastet. Die Kapazitätsengpässe führen zu häufigen Verspätungen im ÖV-Angebot. Für Fussgänger und Velofahrende ist eine Verbesserung des Wegnetzes sowie der Verkehrssicherheit dringend. Damit diese Probleme in den kommenden Jahren trotz steten Bevölkerungswachstums gelöst werden können, braucht Uster ein griffiges Konzept.

Unter dem Motto «Uster steigt um!» hat die Stadt im Rahmen ihres Stadtentwicklungskonzeptes mögliche Massnahmen zur Stärkung von Fuss-, Velo- und öffentlichem Verkehr erarbeiten lassen. Diese Ansätze wurden vor den Sommerferien im Projekt «Stadtraum Uster 2035» mit Vertretern des Parlaments diskutiert (siehe Box). Daraus entstand ein Entwurf für das Gesamtverkehrskonzept, das im November wiederum im gleichen Personenkreis geprüft wurde.

«Uster steigt um!»: Aufwertung des Fuss- und Veloverkehrs

Um in Uster den Velo- und Fussverkehr zu fördern, soll das entsprechende Angebot attraktiver und sicherer werden. Dazu müssen die Velo- und Fusswege auf dem Hauptverkehrsnetz und in ihren Anbindungen an die Quartiere sowie wichtige Zielorte aufgewertet werden.

Unter anderem sollen im Stadtzentrum und in den Ortskernen von Nänikon und Riedikon die Strassenräume urbaner gestaltet werden. So kann der Strassenraum besser auf die zahlreichen Bedürfnisse betreffend Aufenthaltsqualität und Querungsmöglichkeiten abgestimmt werden. Der Nüsslikreisel im Stadtzentrum soll zum Sternenplatz umgestaltet werden und auf der Zentralstrasse wird ein Einbahnregime angestrebt. Damit werden die Entwicklungen im Zentrum gestärkt und der historische Kern Kirchuster aufgewertet. Davon profitieren die Fussgänger und Velofahrer, welche auf der Zentralstrasse weiterhin in beide Richtungen verkehren können. Im Weiteren sollen die Hauptverbindungen des Velo- und Fussverkehrs attraktiv gestaltet werden, etwa mit einer besseren Nord-Süd-Verbindung. Es wird geprüft, inwiefern Bahnunterführungen für Velos und Fussgänger an ausgesuchten Standorten realisierbar sind.

Diese Ansätze zur Aufwertung des Strassennetzes für Fuss- und Veloverkehr stiessen bei den Vertreterinnen und Vertretern des Parlamentes im Echoraum 1 des Projektes «Stadtraum Uster 2035» mehrheitlich auf Zustimmung. Dies unter dem Vorbehalt, dass die Aufwertungsmassnahmen mit möglichst wenigen Verboten zulasten des Autoverkehrs und stattdessen durch ein stimmiges Miteinander aller Teilnehmenden im Strassenverkehr weiterverfolgt werden.

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